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Löschblätter

Löschblätter wurden bereits im 18. Jahrhundert benutzt. Sie dienen zum Aufsaugen überschüssiger Tinte auf einem Schriftstück um ein Auswischen zu verhindern. Vor der Erfindung der Löschblätter wurden Schriftstücken vor dem Ablegen mit Sand, dem sogenannten Schreibsand bestreut. Der hatte nicht die Aufgabe, die überschüssige Tinte aufzusaugen, sondern einen natürlichen Abstand zwischen zwei abgelegten Blättern zu schaffen, um so ein Auswischen der Tinte zu verhindern. Schulhefthersteller legten in jedes Schulheft ein Löschblatt ein. Heute ist der Gebrauch von Löschblättern durch den Einsatz von Kugelschreibern und modernen Medien rückläufig. Löschblätter waren im letzten Jahrhundert auch gut geeignete Träger für Werbebotschaften. Da in den Büros früher geraucht wurde, vor allem Zigarren, nutzten auch Zigarrenhersteller Löschblätter um ihre Erzeugnisse darauf zu präsentieren.
Sparkassen nutzten die Löschblätter um für das Schulsparen zu werben. Oft war auf der Rückseite das Alphabet in Schreibschrift aufgedruckt um den Schulanfängern den Start zu erleichtern.

Löschblatt mit Zigarrenwerbung - © Historisches Archiv der Erzgebirgssparkasse Löschblatt mit Werbung für Schulsparen DDR Fünfziger Jahre - © Historisches Archiv der Erzgebirgssparkasse Löschblatt mit russischem Alphabet DDR Fünfziger Jahre - © Historisches Archiv der Erzgebirgssparkasse